Wochenlang gepflegt – und dann zerstört Schimmel in wenigen Tagen die Ernte. Budrot (Botrytis) ist der Albtraum jedes Growers, lässt sich mit dem richtigen Klima aber zuverlässig vermeiden. Hier erfährst du, worauf es ankommt.
Warum Schimmel entsteht
Schimmel liebt feuchte, stehende Luft. Besonders dichte Blüten in der Spätblüte, hohe Luftfeuchtigkeit und schlechte Luftzirkulation sind ideale Bedingungen. Oft beginnt Budrot unsichtbar im Inneren der Blüte und zeigt sich erst, wenn es zu spät ist.
Das richtige Klima
In der Blüte sollte die relative Luftfeuchtigkeit schrittweise sinken – grob von 50–55 % in der frühen Blüte auf 40–45 % gegen Ende. Gleichzeitig braucht es konstante Temperaturen ohne starke Tag-Nacht-Schwankungen, da Kondenswasser Schimmel begünstigt. Eine gute Abluft mit Lüfter & Filter ist hier Pflicht.
Luftbewegung ist entscheidend
Stehende, feuchte Luft zwischen den Blüten ist das Hauptproblem. Ein zusätzlicher Umluftventilator sorgt für sanfte Bewegung im gesamten Zelt – auch unter dem Blätterdach. Ein Hygrometer aus dem Growzubehör hilft, die Werte im Blick zu behalten.
Vorbeugen statt heilen
- Nicht zu dicht pflanzen – Platz für Luftzirkulation lassen.
- Untenrum ausputzen (Lollipopping), damit Luft besser zirkuliert.
- Bei Outdoor: vor anhaltender Nässe und kalten Nächten schützen.
- Befallene Stellen sofort großzügig entfernen und entsorgen.
Auch andere Probleme wie Trauerfliegen hängen oft mit zu viel Feuchtigkeit zusammen – ein trockeneres Mikroklima hilft gleich doppelt.
Nach der Ernte weiter aufpassen
Schimmel droht auch beim Trocknen und Lagern. Wer zu feucht trocknet oder zu früh ins Glas füllt, riskiert erneut Probleme. Wie es richtig geht, zeigt unser Guide Trocknen & Curing.
Fazit
Schimmel ist vermeidbar: Feuchte runter, Luft in Bewegung, nicht zu dicht. Mit guter Lüftung & Filterung bringst du deine Ernte sicher ins Trockene.
Jetzt für unseren Newsletter anmelden und spannende Angebote sowie exklusive Gutscheine erhalten.
