β-Ocimen ist eines der unterschätztesten Cannabis-Terpene. Süß, krautig, leicht nach Basilikum und Petersilie – und vermutlich verantwortlich für den anregenden Effekt mancher Sativa-Hybride. Pflanzen nutzen Ocimen als Lockstoff für nützliche Insekten und als Abwehrsignal.
Steckbrief β-Ocimen
- Chemischer Name: (E)-β-Ocimen, (Z)-β-Ocimen
- Summenformel: C₁₀H₁₆
- Klasse: Acyclisches Monoterpen
- Siedepunkt: ca. 65–66 °C bei 4 hPa, ca. 175 °C atmosphärisch
- Aroma: süß, krautig, basilikum-petersilie, leicht holzig
- Auch enthalten in: Basilikum, Pfefferminze, Orchideen, Lavendel, Mango
Wirkung
- Anregend / energetisierend: Anders als Myrcen – Ocimen-Sativas wirken oft klar und aktivierend.
- Antiviral & antimykotisch: In vitro gegen verschiedene Erreger wirksam.
- Antikonvulsiv: Erste Hinweise auf krampflösende Effekte.
- Entzündungshemmend: Reduziert pro-inflammatorische Cytokine.
Sorten mit hohem β-Ocimen-Anteil
- Strawberry Cough
- Dutch Treat
- Clementine
- Green Crack
- Dream Queen
Vaporizer-Temperatur
β-Ocimen ist sehr flüchtig – im niedrigen Bereich (160–175 °C) am besten erlebbar. Bei höheren Temperaturen geht die süße Note verloren.
Quellen
- Pichersky, E. & Gershenzon, J. (2002). The formation and function of plant volatiles. Curr. Opin. Plant Biol., 5(3).
- Russo, E. B. (2011). British Journal of Pharmacology, 163(7).
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